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Antrittsvorlesung: Prof. Dr. Andreas Fickers

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Publié le mardi 20 mai 2014

Seit September 2013 bekleidet Andreas Fickers den Lehrstuhl für Zeitgeschichte und digitale Geschichtswissenschaft an der Universität Luxemburg. Am 22. Mai hält Prof. Fickers seine öffentliche Antrittsvorlesung zum Thema "Wider die Logik des Neuen", um 18 Uhr im Audimax auf Campus Walferdange.

Der Revolutionsbegriff erlebt in den letzten Jahren eine geradezu inflationäre Ausbreitung – vor allem im Zusammenhang mit der Beschreibung digitaler Technologien. Mit jeder neuen Entwicklung im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik, so scheint es, geht eine neue Medienrevolution einher.

Warum fällt es auch der Wissenschaft so schwer, sich von dieser „Logik des Neuen“ zu distanzieren? Ist der Diskurs des Neuen so tief in unsere kapitalistische Gesellschaftsordnung und Denkmodelle der Moderne verankert, dass er unsere Neu-Gier dominiert? Lässt sich eine kritische Geschichte des Medienwandels schreiben, die sich der revolutionären „Logik des Neuen“ entzieht? Bietet die Konfrontation mit einer „Logik des Alten“ die Chance,  das spannungsreiche Verhältnisses von Kontinuität und Wandel aus genealogischer Perspektive neu zu denken?

Seit September 2013 bekleidet Andreas Fickers (1971) den Lehrstuhl für Zeitgeschichte und digitale Geschichtswissenschaft an der Universität Luxemburg. Nach dem Studium der Geschichte, Philosophie und Soziologie an der RWTH Aachen und der Université de Reims war er u.a. wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Museum in München und in Bonn. Nach seiner technikhistorischen Promotion (2002, RWTH Aachen) zur gescheiterten Standardisierung des Farbfernsehens in Europa war er Assistant Professor for Television History an der Universität Utrecht (2003-2007) und Associate Professor for Comparative Media History (2007-2013) an der Universität Maastricht.

Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich transnationaler  und intermedialer Mediengeschichtsschreibung sowie europäischer Technik- und Kulturgeschichte. Als Leiter des Digital History Lab am Historischen Institut der Universität Luxemburg beschäftigt er sich vor allen Dingen mit den epistemologischen wie methodologischen Herausforderungen der digitalen Geschichtsschreibung in Forschung und Lehre.

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Wann? Donnerstag, 22. Mai 2014 / 18 Uhr
Wo? Audimax, Campus Walferdange, route de Diekirch, L-7220 Walferdange

Foto: © Michel Brumat