Wenn Ärger krank macht

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Publié le mercredi 24 septembre 2014

Jeder Mensch ärgert sich fast täglich. Doch zu viel und unangemessen verarbeiteter Ärger kann der Gesundheit schaden und sollte dann behandelt werden. Diesem Thema widmen sich Prof. Dr. Georges Steffgen und Prof. Dr. Claus Vögele von der Universität Luxemburg sowie Diplom-Psychologin Claudia de Boer in ihrem neuen Buch „Ärgerbezogene Störungen“.

Mit praktischen Tipps und Beispielen behandeln die Autoren in ihrer Veröffentlichung zahlreiche Fragen: Wie entsteht Ärger? Wann ist Ärger ein Problem? Was sind ärgerbezogene Störungen? Wie kann man diese erfassen und behandeln?

„Bisher ist die Auseinandersetzung mit der Frage, wie mit unangemessenem Ärger umzugehen ist, in der Therapieforschung sehr vernachlässigt worden“, erklärt Georges Steffgen, Professor für Sozial- und Arbeitspsychologie an der Universität Luxemburg. „Insoweit stellt dieses Manual einen Meilenstein in der Weiterbildung von Psychotherapeuten zu ärgerbezogenen Störungen dar.“ Mit Ärger angemessen umzugehen - das könne man lernen, so Steffgen weiter. Viele Psychotherapeuten seien in ihrer Praxis mit der Frage der Ärgerregulation konfrontiert. „Mit diesem Band zeigen wir ihnen wissenschaftlich erprobte Behandlungen für ihre Klienten auf“.

Die Autoren sind an der Universität Luxemburg Mitglieder der Forschungseinheit INSIDE (Integrative Research Unit on Social and Individual Development) und Dozenten des berufsbegleitenden Masters in Psychotherapie.

Der Band richtet sich an Studierende, Praktiker und die interessierte Öffentlichkeit. Die Autoren liefern zunächst Definitionen von Ärger und ärgerbezogenen Störungen und beschreiben dann verschiedene Theorien derartiger Störungen. Anschließend stellen sie Verfahren zur Diagnose vor und schildern die Behandlungsmöglichkeiten, unter anderem mit Hilfe einzelner Module eines Ärgerbewältigungstrainings.

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Ärgerbezogene Störungen“ ist 2014 in der Reihe „Fortschritte der Psychotherapie“ beim Hogrefe Verlag erschienen.